Suchtmittelkonsum am Arbeitsplatz:

Die Geschichte von Marlina 

Es folgt ein Text über eine persönliche Suchtgeschichte. 
Der Name und alle anderen persönlichen Angaben wurden verändert. Die Geschichte wird aus der Sicht eines Erzählers wiedergegeben.

Die Entdeckung

Marlina war eine talentierte und engagierte Mitarbeiterin in einem renommierten Unternehmen. Sie war stets pünktlich, zuverlässig und zeigte ein hohes Maß an Fachkompetenz in ihrer Arbeit. Doch hinter der Fassade der Professionalität verbarg sich ein dunkles Geheimnis: Marlina kämpfte mit dem Konsum von Alkohol.
An einem grauen Montagmorgen saß Marlina an ihrem Schreibtisch, der Bildschirm flimmerte vor ihren müden Augen. 

Die bevorstehende Arbeitswoche fühlte sich wie eine unüberwindbare Hürde an, und Marlina sehnte sich nach einem Ausweg aus dem Druck und der Belastung. In einem Moment der Verzweiflung griff sie nach ihrer Schreibtischschublade und zog eine kleine Flasche heraus, die sie dort versteckt hatte. Es war nicht das erste Mal, dass Marlina diesen Schritt tat, aber es war das erste Mal, dass sie es während der Arbeitszeit tat.

Der erste Schluck

Als Marlina den Deckel der Flasche öffnete, konnte sie den süßen Duft des Alkohols riechen. Ihr Herz pochte schnell vor Aufregung und Schuldgefühlen. Sie wusste, dass sie nicht hätte trinken sollen, besonders nicht während der Arbeit, aber der Druck und die Belastung schienen unerträglich. Sie nahm einen kleinen Schluck und spürte sofort eine gewisse Erleichterung. Die Welt schien für einen Moment still zu stehen, und all ihre Sorgen verschwanden. 

Dieser erste Schluck markierte den Beginn eines gefährlichen Weges für Marlina. Was als gelegentlicher Schluck begann, wurde schnell zur Gewohnheit. Jeden Tag griff sie zur Flasche, um sich durch die stressigen Momente des Arbeitstages zu kämpfen. Sie versteckte ihre Gewohnheit vor ihren Kollegen und Vorgesetzten und spielte die fröhliche, engagierte Mitarbeiterin. Doch innerlich kämpfte sie mit Schuldgefühlen und dem Wissen, dass ihr Verhalten ungesund war.

Die Sucht nimmt ihren Lauf

Mit der Zeit wurde Marlina immer abhängiger. Was als vorübergehende Bewältigungsstrategie begonnen hatte, entwickelte sich zu einer ernsthaften Sucht. Marlina konnte nicht mehr ohne den Alkohol arbeiten. Sie brauchte ihn, um den Alltag zu bewältigen, um mit dem Druck und den Erwartungen am Arbeitsplatz umzugehen.
 

Die Auswirkungen ihrer Sucht wurden immer offensichtlicher. 

Marlina verlor ihre Konzentration, machte Fehler und verpasste Deadlines. Ihre Kollegen begannen, sich über ihr unzuverlässiges Verhalten zu beschweren, und ihr Chef sprach sie mehrmals auf ihre nachlassende Leistung an. Marlina war sich bewusst, dass ihr Konsum ihre Karriere gefährdete, aber sie fühlte sich gefangen in einem Teufelskreis aus Stress und Abhängigkeit. 

Die Folgen am Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz war der Ort, an dem Marlinas Suchtverhalten besonders deutlich wurde. Trotz ihrer Bemühungen, ihre Gewohnheit zu verbergen, wurden ihre Probleme offensichtlich. Ihre Kollegen bemerkten ihre nachlassende Leistung und ihre unregelmäßige Anwesenheit. Sie begannen, sich zu distanzieren, und Marlina fühlte sich zunehmend isoliert und allein gelassen. 

Die Auswirkungen ihrer Sucht erstreckten sich auch auf ihre zwischenmenschlichen Beziehungen am Arbeitsplatz. Marlina hatte früher gute Kontakte zu ihren Kollegen und Vorgesetzten gepflegt, aber jetzt fühlte sie sich von ihnen verurteilt und gemieden. Sie spürte den Blick der Verurteilung, wenn sie zur Flasche griff, und die Stille des Missbilligens, wenn sie am nächsten Tag mit einem Kater am Arbeitsplatz erschien.

Der Weg zur Besserung 

Eines Tages, als Marlina wieder einmal allein an ihrem Schreibtisch saß und einen weiteren Schluck aus der Flasche nahm, hielt sie plötzlich inne. Sie erkannte, dass sie so nicht weitermachen konnte. Sie musste sich Hilfe holen, bevor es zu spät war. Mit zitternden Händen griff sie nach ihrem Telefon und suchte nach lokalen Beratungsstellen für Suchttherapie. Es war der erste Schritt auf dem langen Weg zur Genesung, aber es war ein wichtiger Schritt, der Marlina Hoffnung gab. 

Die Genesung von einer Sucht ist ein schwieriger und oft langwieriger Prozess, aber Marlina war bereit, diesen Weg zu gehen. Sie trat einer Selbsthilfegruppe bei, nahm regelmäßig an Therapiesitzungen teil und arbeitete hart daran, ihre Sucht zu überwinden. 

Es war kein einfacher Weg, und es gab viele Rückschläge und Herausforderungen unterwegs, aber Marlina gab nicht auf. Sie war entschlossen, sich selbst zu helfen und ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen.

Mit der Zeit begann Marlina Fortschritte zu machen. Sie lernte, gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln, um mit Stress und Druck umzugehen, ohne auf Suchtmittel zurückzugreifen. Sie fand Unterstützung und Verständnis bei ihren Kollegen und Vorgesetzten, die sie auf ihrem Weg zur Genesung unterstützten. Und langsam, aber sicher, begann sich ihr Leben zum Besseren zu verändern. 

Schlusswort

(Persönliche Meinung)

Marlinas Geschichte ist nur eine von vielen, die zeigen, wie Suchtmittelkonsum am Arbeitsplatz das Leben und die Karriere einer Person beeinträchtigen kann. Es ist wichtig, dass Menschen, die mit Suchtproblemen kämpfen, die Unterstützung und Hilfe erhalten, die sie benötigen, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden wiederzuerlangen. 

Wenn du oder jemand, den du kennst, mit Suchtproblemen konfrontiert ist, zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gibt immer einen Weg zur Besserung.

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